Einführung
Der Audi quattro, später oft „Urquattro“ genannt, gilt als eines der einflussreichsten Sportcoupés der Automobilgeschichte.
Mit seiner Einführung 1980 revolutionierte er den Straßen- und Rallyesport durch den permanenten Allradantrieb, der bis dahin fast ausschließlich Geländewagen vorbehalten war. Zwischen 1980 und 1991 entstanden insgesamt 11.452 Exemplare des Modells.
Das Modelljahr 1985 befindet sich zeitlich im mittleren Produktionsabschnitt und markiert eine Phase, in der der quattro technisch ausgereift war, aber noch vor der Einführung des 20VMotors (ab 1989) stand.
In dieser Zeit präsentierte Audi den quattro als hochentwickeltes Straßenfahrzeug mit deutlicher Nähe zum Rallyesport.
Entwicklungsgeschichte bis 1985
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Entwicklungsgeschichte
Die Entstehung des Audi quattro geht auf Testfahrten in Skandinavien 1977 zurück.
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Führungspositionen
Versuchsleiter Jörg Bensinger stellte fest, dass ein militärischer VW Iltis dank seines Allradantriebs allen Entwicklungsfahrzeugen überlegen war.
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Entwicklungskonzeption
Er überzeugte Ferdinand Piëch, ein straßentaugliches Coupé mit einem fünfzylindrigen Turbomotor und permanentem Allradantrieb zu entwickeln.
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Präsentation und Erfolg
Im März 1980 wurde der Audi quattro schließlich auf dem Genfer AutoSalon präsentiert und entwickelte sich auf Anhieb zur Sensation. Er war das erste Serien-Straßenfahrzeug, das permanenten Allradantrieb mit einem leistungsstarken Turbomotor kombinierte.
Modellpflege und technische Basis bis 1985
Der quattro wurde zwischen 1980 und 1991 mit nur moderaten äußeren Änderungen, aber deutlichen technischen Verbesserungen gebaut. Anfänglich verfügte er über rote Rückleuchten, kleine Scheinwerfer und eine rein mechanische Differenzialsperre; im Laufe der Produktion wurden Komponenten wie ABS, pneumatische Sperren oder breitere Felgen eingeführt.
Das Modelljahr 1985 repräsentiert den klassischen 10VUrquattro, der zu diesem Zeitpunkt bereits über mehrere Verfeinerungen verfügte, darunter:
• verbesserte Sperrdifferenziale
• ABS serienmäßig ab 1984
• breitere 8JFelgen ab 1984
• optimierte Fahrwerksabstimmung
Diese Veränderungen resultierten aus den Erkenntnissen aus dem Rallyesport und der Feinarbeit der AudiEntwickler.
Technische Daten des Audi quattro (1985)
Auch 1985 verwendete der Audi quattro den bekannten 5Zylinder-Turbomotor (Motorkennbuchstabe WR) mit folgenden Eckdaten:
• Hubraum: 2144 cm³
• Leistung: 200 PS @ 5500 U/min
• Drehmoment: 285 Nm @ 3500 U/min
• Kraftstoffsystem: Bosch KJetronic
• Turbolader: KKK K26
• Getriebe: 5Gang-Schaltgetriebe
• Antrieb: permanenter Allrad, manuell sperrbare Differentiale
• Höchstgeschwindigkeit: ca. 221–222 km/h
• 0–100 km/h: ca. 7,3–7,5 Sekunden
Damit war der quattro ein Sportwagen auf PorscheNiveau, aber mit deutlich höherer Traktion und alltagstauglicherer Fahrbarkeit.
Karosserie, Innenraum und Design um 1985
Der quattro behielt während seiner gesamten Bauzeit seine markante Form:
• Keilförmige Silhouette
• Ausgeprägte Kotflügelverbreiterungen
• Große Glasflächen
• Drei Türen, fünf Sitzplätze
• Länge: 4404 mm, Breite: 1723 mm, Höhe: 1344 mm
Die Innenausstattung war deutlich sportlich geprägt: Rundinstrumente, tief gezogene Sportsitze, robuste Materialien und hochwertige Verarbeitung. Trotz seiner sportlichen Ausrichtung bot er einen für die Zeit guten Alltagskomfort.
Fahrwerk und Fahreindruck (Stand 1985)
Das Chassis des quattro bestand aus einer selbsttragenden Ganzstahlkarosserie mit:
• McPherson-Federbeinen vorn und hinten
• Stabilen Querlenkern
• Relativ straffer Abstimmung
Zeitgenössische Tester beschrieben das Fahrwerk als kompromisslos sportlich und extrem traktionsstark – ein Charakterzug, den auch RallyeWeltmeister Walter Röhrl später hervorhob.
Die Kombination aus leistungsstarkem Turbomotor und Allrad machte den quattro besonders bei schlechten Witterungsbedingungen überlegen ; ein wesentliches Verkaufsargument.
Rallyeerfolge und Bedeutung um 1985
Bis 1985 war der quattro bereits eine Legende im Motorsport:
• Rallye-Marken-Weltmeister 1982 und 1984
• Fahrer-Weltmeister 1983 und 1984
Diese motorsportlichen Siege beeinflussten das Serienmodell direkt. Viele technische Feinheiten wurden nahezu unverändert übernommen.
war auch die Zeit der ultimativen Evolution des Rallyequattro: dem Sport quattro und später dem S1, die im gleichen Zeitraum parallel zur Serienproduktion existierten (342 PS bis über 500 PS).
Der Audi quattro 1985 im historischen Kontext
• ht für die goldene Ära des Urquattro:
• Die anfänglichen Kinderkrankheiten waren behoben.
• Die 10Ventil-Technik war ausgereift.
• Das Fahrzeug war bereits Kultobjekt – damals wie heute.
• Sein Allradantrieb wurde zur Markenidentität von Audi.
Audi selbst bezeichnete den quattro als „neue Dimension des Fahrens“, und die Fachpresse lobte seinen Allradantrieb als revolutionär.
Fazit
Der Audi quattro des Modelljahres 1985 war ein ausgereiftes, technisch fortschrittliches Sportcoupé, das durch seinen permanenten Allradantrieb, den kräftigen Turbomotor und die Präzision seines Fahrwerks neue Maßstäbe setzte.
Seine Erfolge im Rallyesport und die Alltagstauglichkeit machten ihn zu einem der bedeutendsten Sportwagen der 1980erJahre ; und zu einem der wichtigsten Fahrzeuge in der Geschichte von Audi.