Vorgeschichte: Der Golf II als technische Plattform

Der Golf II (Typ 19E, ab 1989 Typ 1G1) wurde im August 1983 vorgestellt und setzte das SchrägheckKonzept des Vorgängers fort. Er war länger, breiter, aerodynamisch optimiert (cw 0,34) und deutlich hochwertiger konstruiert, insbesondere hinsichtlich Rostschutz und Fertigungsqualität.

Diese solide Basis war essenziell für die späteren Hochleistungsmodelle, darunter:

• GTI 8V

• GTI 16V

• Rallye Golf G60 (Allrad)

• Golf G60 / GTI G60 (Frontantrieb)

• Golf Limited G60 (Allrad, handgefertigt)

Die Entstehung des GLaders und der G60Technik

Der berühmte GLader-Kompressor war das Herzstück des G60. Der Name stammt vom spiralförmigen Querschnitt des Verdichters, der einer GForm ähnelt.

Technische Eckpunkte des G60-Motors

Laut technischen Daten zum Golf 2 GTI G60 :

• Motorcode : PG

• Hubraum : 1781 cm³

• Leistung : 160 PS (118 kW) @ 5600 U/min

• Drehmoment : 225 Nm @ 3600 U/min

• Einspritzung : Bosch Digifant MP4.0

• 0–100 km/h : 8,3 s

• Vmax : 216 km/h

• Leergewicht : ca. 1032 kg

Der GLader sorgte für kraftvolle Leistungsentfaltung und war einzigartig im Kompaktsegment – allerdings wartungsintensiver als Turbolader.

Erste G60Varianten : Rallye Golf & Corrado als Technologieträger

  1. Kompressortechnik

    Der Rallye Golf G60 wurde mit einer Kompressortechnik eingesetzt, die den Potenzialen des G60Motor verstärkte.

  2. Sportliche Anwendungen

    Die G60 wurde im Sportwagenbereich (Rallye Golf und Corrado) verwendet, wobei sie mit einer Kompressortechnik eingesetzt wurde.

  3. Technologieträger

    Der Rallye Golf G60 war ein Technologieträger für die Kompressortechnik, der später in den G60 und Corrado verwendet wurde.

  4. Komponentenoptimierung

    Die Kompressortechnik des Rallye Golf G60 erforderte eine optimierte Anordnung von Komponenten wie dem Rechteckscheinwerfer, um die potenziellen Leistungen der Motoranlage zu maximieren.

Der Golf 2 G60 / GTI G60 (1990–1991)

Der eigentliche Golf 2 G60 bzw. GTI G60 wurde 1990 als Topmodell der GolfBaureihe eingeführt.

Design und Besonderheiten

• Basierend auf dem GTI, aber mit G60Motor

• Große Stoßfänger der späten Modellgeneration (ab 1989 Typ 1G)

• GTItypische Innenausstattung

• Eher dezente Optik trotz hoher Leistung

• Optional mit Allradantrieb beim "Limited"

Die Einführung großer Stoßfänger 1989 im Modelljahrwechsel prägte das Erscheinungsbild der G60Modelle entscheidend.

Die Krönung: Golf II G60 Limited (1989)

Der Golf II G60 Limited war das extremste und seltenste Modell:

• Handgefertigt von VW Motorsport

• Nur 71 Stück gebaut

• G60Motor + 16VZylinderkopf

• 210 PS, Allradantrieb

• Heute eines der wertvollsten GolfModelle

Die LimitedVersion wird häufig als „spektakulärster Golf, den VW je gebaut hat“ bezeichnet.

Historische Bedeutung

Der Golf 2 G60 gilt heute als Kultmodell, weil :

• Er eine seltene Aufladungstechnik nutzte

• Er das Ende der GolfIIBaureihe markierte

• Die Typenvielfalt des Golf II (GTI, G60, Country, Citystromer…) zu einer Ikone machte

• Der G60 für seine rohe, unmittelbare Leistungsentfaltung bekannt wurde

Der Golf II wird aufgrund seiner Robustheit und Vielfalt bis heute geschätzt. Vor allem Modelle wie GTI, G60 oder der AllradCountry haben starken Kultstatus erlangt.

Zeitliche Einordnung der G60Modelle

• Zeitliche Einordnung der G60Modelle Modell Baujahre Besonderheiten Rallye Golf G60 1989–1990 Allrad, breite Karosserie, Homologation Golf G60 / GTI G60 1990–1991 Frontantrieb, 160 PS Golf G60 Limited 1989 210 PS, Allrad, Motorsport-Handarbeit ###

• Fazit: Warum der Golf 2 G60 legendär ist Der Golf 2 G60 steht für eine Ära, in der Volkswagen technisch mutig war und Kompressortechnik serienreif machte. Die Kombination aus GLader, DigifantElektronik, sportlicher Abstimmung und der soliden Basis des Golf II hat ein Modell geschaffen, das bis heute unter Enthusiasten hoch geschätzt wird. Er war kraftvoll, selten, anspruchsvoll – und bleibt ein Meilenstein der GolfHistorie.